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Agentur für Qualitätssicherung, Evaluation und Selbstständigkeit von Schulen
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Empirische Konzeption der externen Evaluation

Die externe Evaluation von Schulen in Rheinland-Pfalz verfügt über ein breites Spektrum an empirischen Erhebungsinstrumenten. Bei der inhaltlichen Ausgestaltung der Erhebungsinstrumente werden thematische Schwerpunkte gesetzt. Zentraler Bezugspunkt für die externe Evaluation in Rheinland-Pfalz ist der Orientierungsrahmen Schulqualität des Landes (ORS).

Methodische Herangehensweise



Multimethodischer Ansatz
Die AQS geht von einem multimethodischen Ansatz aus. Im Evaluationsprozess werden quantitative und qualitative Erhebungsverfahren eingesetzt und miteinander verzahnt. Zum Einsatz kommen beispielsweise Fragebögen, leitfadengestützte Gespräche, Einblick-nahmen in Lehr- und Lernsituationen und Dokumentenanalysen. Diese Instrumente sind methodisch und inhaltlich aufeinander abgestimmt und ergänzen sich wechselseitig.

Die triangulative Kombination von quantitativen und qualitativen Erhebungsinstrumenten integriert je verschiedene Zielsetzungen: Während mithilfe quantitativer Verfahren zahlen-mäßig große Gruppen in einem relativ kurzen Zeitraum befragt und repräsentative Ergebnisse herausgearbeitet werden können, erlauben qualitative Verfahren eine vertiefende Rekonstruktion von Meinungsbildern und Blickwinkeln relevanter schulischer Akteure. Die systematische Verzahnung verschiedener methodischer Ansätze schafft die Voraussetzung, um die Qualität schulischer und unterrichtlicher Prozesse auf der Grundlage von differenzierten empirischen Analysen angemessen einzuschätzen, abzubilden und zentrale Ergebnisse an die Schulen rückzumelden.

Das Wissen und die Erkenntnisse aus diesen Analysen wiederum bilden eine wichtige Basis, um die Weiterentwicklung von Schulen in Rheinland- Pfalz entlang der im Orientierungsrahmen Schulqualität (ORS) verankerten Qualitätsbereiche zu sichern, passgenau zu fördern und systematisch zu unterstützen.

Erhebungsverfahren und Instrumente

Schuldatensatz
Relevante Daten im Hinblick auf die einzelschulbezogene Auswertung im externen Evaluationsprozess werden von Seiten der AQS im Vorfeld des Schulbesuches aufbereitet und in einem nächsten Schritt von den jeweiligen Schulen ergänzt. Im Ergebnis liegt dann eine Online-Datensammlung für die in die externe Evaluation einbezogene Schule vor. Berücksichtigt werden in diesem Zusammenhang beispielsweise Informationen zum schulischen Angebot, zur Unterrichtssituation, zur Schülerschaft und zu schulischen Ergebnissen.

Fragebögen
In die Befragungen mittels standardisierter Fragebögen werden an den einzelnen Schulen die Schulleiterin bzw. der Schulleiter, die Lehrkräfte, die Schülerinnen und Schüler, die Eltern bzw. Sorgeberechtigten, Duale Partner, Ausbilderinnen und Ausbilder in Betrieben sowie der Schulträger einbezogen. Die Fragebögen sind thematisch auf die jeweilige Zielgruppe ausgerichtet und entsprechend inhaltlich konzipiert. Es werden Online-Befragungen und schriftliche Befragungen in Papierform durchgeführt.

Dokumentenanalyse
Verschiedene Schuldokumente werden im Rahmen des Prozesses der externen Evaluation in die Auswertungen einbezogen. Beispielsweise werden Geschäftsverteilungspläne und die aktuellen Fortschreibungen der Qualitätsprogramme der Schulen gesichtet und gegebenenfalls für die einzelschulbezogene Betrachtung herangezogen.

Einblicknahmen in Lehr- und Lernsituationen
Einen zentralen Ansatzpunkt für die Sicherung und Entwicklung schulischer Qualität stellt der Bereich des Lehrens und Lernens dar. Die Einblicknahmen in Lehr- und Lernsituationen dienen dazu, Unterrichtssequenzen in den Blick zu nehmen und datengestützte Rückmeldungen zur Unterrichtskultur an Schulen zu geben. Rückmeldungen an einzelne Lehrkräfte sind mit diesem Verfahren nicht möglich und nicht beabsichtigt.

Leitfadengestützte Gespräche
Zur Vertiefung ausgewählter inhaltlicher Aspekte werden leitfadengestützte Gespräche mit schulischen Akteuren durchgeführt. Unterschiedliche, auf die jeweilige Zielgruppe ausgerichtete Leitfäden dienen der thematischen Strukturierung der Gespräche. Einbezogen in Gespräche werden die Schulleitung, die Lehrkräfte, die Schülervertretung, die Personalvertretung und der Schulelternbeirat.

Schulrundgang
Der Schulrundgang wird als Instrument der Beobachtung eingesetzt. Ein Rundgang durch die Schule dient beispielsweise dazu, Einschätzungen im Hinblick auf die pädagogische Qualität der Klassen- und Fachräume zu treffen.

Methoden-Triangulation – Vielfalt der eingesetzten Erhebungsverfahren

Perspektiven-Triangulation
Im Rahmen der externen Evaluation von Schulen in Rheinland-Pfalz werden die Perspektiven der verschiedenen schulischen Akteure einbezogen. Erhoben werden die Einschätzungen und Meinungen von Schulleitungen, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern, Eltern bzw. Sorgeberechtigten und außerschulischen Partnern. Auf diese Weise fließen die Sichtweisen zentraler schulischer Akteure in die Auswertung ein. Der multiperspektivische Ansatz trägt entscheidend dazu bei, die jeweilige Schule in all ihren Facetten möglichst ausgewogen, umfassend und realistisch abzubilden.