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Agentur für Qualitätssicherung, Evaluation und Selbstständigkeit von Schulen
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Präsident überreicht AQS-Zertifikate an externe Teamleiterinnen und Teamleiter



04.11.2010   Im Rahmen einer Fachtagung der AQS überreichte ADD-Präsident Dr. Josefs Peter Mertes die ersten 28 Zertifikate an externe Teamleiterinnen und Teamleiter. Seit fast zwei Jahren schult die AQS Schulleiterinnen und Schulleiter und qualifizierte Lehrkräfte, die nach einer Coachingphase selbstständig Evaluationen durchführen. Dr. Mertes dankte den Anwesenden für ihre qualifizierte und sorgfältige Arbeit bei der externen Evaluation und hob ihren engagierten Einsatz für die Schulentwicklung in Rheinland-Pfalz hervor. „Nur mithilfe der externen Teamleiterinnen und Teamleiter war es möglich, in so kurzer Zeit über 900 Schulen zu evaluieren“, sagte Dr. Mertes.
Als „Botschafter für gute Schulen“ bezeichnete Paul Pardall, Leiter der AQS, die Kolleginnen und Kollegen, die für die AQS als externe Teamleiterinnen und Teamleiter in Schulen unterwegs sind. „Es ist von großer Wichtigkeit, dass Schulevaluation eng an die Schulwirklichkeit angebunden ist; dafür stehen die externen Teamleiter, die ihre schulpraktischen Erfahrungen auch in das AQS-Team tragen“, so Pardall. Mit dem Zertifikat will die AQS Kompetenz, Qualifikation und Engagement dieses Personenkreises in Fragen der externen Evaluation dokumentieren.
Als besonderer Gast war Herr Professor Dr. Helmke, wissenschaftlicher Berater der AQS, zur Tagung geladen. Er würdigte die hohe Qualität der fachlichen Auseinandersetzung innerhalb der AQS. Als ausgewiesener Fachmann für Unterrichtsqualität wertete er die Rückmeldungen aus dem AQS-Team und seitens der externen Kollegen zum Erhebungsbogen für die Lehr- und Lernsituation als wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung. Der rheinland-pfälzische Bogen zur Einblicknahme in die Lehr- und Lernsituationen bezeichnete er als reflexives, lernendes Instrument. Herr Professor Dr. Helmke betonte dabei besonders, dass die Rückmeldung durch die anwesenden Praktiker ein besonderes Qualitätsmerkmal des Einblicknahmebogens darstelle.

Lehrerkooperation – eine Gelingensbedingung für Schulentwicklung



30.09.2010   „Kooperation in der Schule. Analysen eines Postulats und seiner Realität“ - so lautete der Titel der gut besuchten Fachtagung des Zentrums für Bildungs- und Hochschulforschung (ZBH) und des Instituts für Erziehungswissenschaft der Universität Mainz am 24. September 2010. Im Zentrum standen empirische Studien zur professionellen Kooperation von Lehrkräften, die maßgeblich von Frau Prof. Dr. Cornelia Gräsel von der Universität Wuppertal entwickelt und durchgeführt wurden.
Aber auch Fragen der praktischen Kooperation bei anstehenden Schulfusionen standen im Fokus der kritischen Diskussion, die Prof. Dr. Franz Hamburger mit Karl-Heinz Held (MBWWK) und Dr. Gudrun Meister (Universität Halle) führte.
In seinem Schlusswort fasste Prof. Dr. Heiner Ullrich von Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Mainz die Ergebnisse der Tagung prägnant in drei zentralen Thesen zusammen, die wir mit seiner freundlichen Erlaubnis an dieser Stelle veröffentlichen:
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AQS-Evaluationsbogen funktioniert auch auf Polnisch, Tschechisch und Französisch

01.06.2010   „Wir verfolgen das gleiche Ziel, wenn auch zum Teil mit unterschiedlichen Herangehensweisen“. Zu diesem Schluss kam Hubert Luszczynski, rheinland-pfälzischer Koordinator des 5. interregionalen Forums für Schulaufsichtsbeamtinnen und -beamte, das am 22. Mai in Bad Kreuznach zu Ende ging. Fünf Tage hatten Kolleginnen und Kollegen von Schulbehörden aus den Wojwodschaften Opplen und Kleinpolen, aus Zentralböhmen, Burgund und Rheinland-Pfalz gemeinsam verbracht, um sich über die praktische Rolle der Schulaufsicht nach der externen Evaluation auszutauschen. Paul Pardall, Leiter der AQS, begrüßte die Gäste in den Räumen der Agentur für Qualitätssicherung und stellte die Grundzüge der externen Evaluation in Rheinland-Pfalz vor.

Als besonders gelungen schilderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die praktische Erprobung des AQS-Evaluationsbogens zur Einblicknahme in Lehr- und Lernsituationen (ELL). Der Bogen war zuvor in die jeweiligen Muttersprachen der Gäste übersetzt worden. So verbrachte die Gruppe einen Tag mit Unterrichtsbesuchen im nahe gelegenen Lina-Hilger-Gymnasium und diskutierte anschließend die Auswertung der Beobachtungsergebnisse.

Für die AQS ergab das interregionale Forum eine sehr erfreuliche Erkenntnis: Der AQS-Evaluationsbogen funktioniert auch auf Polnisch, Tschechisch und Französisch.

AQS schließt Zielvereinbarung mit dem Bildungsministerium

23.06.2010   Bis Ende 2011 wird die AQS alle rheinland-pfälzischen Schulen einmal besucht und mit empirischen Methoden evaluiert haben. Parallel zur Evaluation der einzelnen Schulen wird die AQS ein Berichtsystem für schulübergreifende Auswertungen entwickeln und eine regelmäßige Berichterstattung aufbauen. Dies sind die strategischen Ziele, die ADD Präsident Dr. Josef Peter Mertes mit Bildungsstaatssekretär Michael Ebling in einer Zielvereinbarung für die AQS vereinbart haben. Die Zielvereinbarung, die erstmals zwischen AQS und Ministerium für das Jahr 2010 geschlossen wurde, definiert für die AQS anhand von Kennzahlen konkrete Vorgaben für das Haushaltsjahr: 420 Schulen wird die AQS in 2010 besuchen, davon sollen etwa 120 Schulen durch externe Teamleitungen evaluiert werden. „Das ist eine große Herausforderung für das AQS-Team, aber dank der guten Planung ist das machbar,“ meint Dr. Mertes nach der Unterzeichnung der Vereinbarung. 

Neben quantitativen Vorgaben wurden in der Zielvereinbarung auch Entwicklungsaufgaben festgeschrieben, die die AQS entlang eines detaillierten Zeitplans zu erbringen hat. Dies betrifft unter anderem die Konzeption und Erprobung eines Verfahrens zur internen Evaluation, das zukünftig allen Schulen zur Verfügung stehen soll. Zweimal jährlich muss die AQS den Umsetzungstand der geplanten und vereinbarten Maßnahmen ihrem Auftraggeber melden. Für Paul Pardall, Leiter der AQS, ist diese Berichtspflicht durchaus kein lästiger Papierkram: „ Die regelmäßige Berichterstattung hilft uns bei der Überprüfung und Steuerung unserer Arbeitsleistung. Was wir den Schulen abverlangen, müssen wir schließlich auch selber tun.“